18.03.2026

Buchempfehlung: „Eurovision Song Contest. Das Kochbuch”

Manuela Tiefnig porträtiert die 35 ESC-Nationen und liefert die passenden Rezepte gleich mit.

Spannende Infos und Rezepte findet man zuhauf im neuen ESC-Kochbuch
Spannende Infos und Rezepte findet man zuhauf im neuen ESC-Kochbuch © Shutterstock

Nachdem Johannes „JJ“ Pietsch uns im vergangenen Jahr den ESC-Sieg nach Hause geholt hat, steht fest: Der diesjährige Eurovision Song Contest findet in Wien statt. Auch wenn die Begeisterung über die Rolle als Gastgeber hierzulande vielleicht nicht jede/n gleichermaßen mitreißt, hat die Kultur-Redakteurin und ESC-Expertin Manuela Tiefnig diesen Anlass genutzt, um mit ihrem „Eurovision Song Contest. Das Kochbuch.“ eine kulinarische Bestandsaufnahme des Wettbewerbs zu wagen. 

Von A wie Albanien bis Z wie Zypern

In Kooperation mit dem ORF ist so ein Buch entstanden, das die 35 Teilnehmerländer mit Porträts ihrer ESC-Geschichte und jeweils einem landestypischen Signature-Gericht vorstellt. Dass für Österreich das Wiener Schnitzel einmal mehr als kulinarisches Aushängeschild fungiert, ist dabei wenig überraschend. Für das Verfassen der 35 Rezepte konnte Tiefnig einige namhafte Persönlichkeiten gewinnen, darunter etwa Haya Molcho, Katharina Seiser oder Zora Klipp, um nur einige zu nennen. 

Die kulinarische Reise führt dabei quer durch den Kontinent und darüber hinaus. Ein kleiner Auszug aus den Rezeptvorstellungen liest sich so: 

Badrijani Nigvzit – Auberginenröllchen mit Wallnuss (Georgien): 

Dieses Rezept ist eines der Georgischen Lieblingsrezepte von Katharina Seiser. Die würzigen Röllchen sind unkompliziert herzustellen, vegan und schmecken unglaublich gut. 

Tomatokeftedes – Knusprige Tomatenlaibchen (Griechenland): 

Diese Laibchen heißen auch „falsche Fleischlaibchen“ (Pseftokeftedes) und stammen von der Insel Santorin. Das Fruchtfleisch reifer Tomaten wird mit Zwiebeln und Kräutern gewürzt und mit Mehl und/oder Bröseln gebunden. In Olivenöl knusprig gebraten kommt ein bei Groß und Klein begehrter Snack oder mit einem Salat eine Hauptmahlzeit heraus. 

Zusätzlich zu den kurzen Porträts liefert das Buch für jedes Gericht eine übersichtliche Zutatenliste und eine ausführliche Anleitung für die Zubereitung in der eigenen Küche.

Badrijani Nigvzit – Georgische Auberginenröllchen mit Wallnuss
Badrijani Nigvzit – Georgische Auberginenröllchen mit Wallnuss © Brandstätter Verlag
Tomatokeftedes – Griechische Knusprige Tomatenlaibchen
Tomatokeftedes – Griechische Knusprige Tomatenlaibchen © Brandstätter Verlag
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Ein Layout wie eine Bühnenshow 

Als langjähriges Vorstandsmitglied des offiziellen, österreichischen Fanclubs OGAE Austria ist Tiefnig selbstverständlich eine profunde Kennerin der Materie – das merkt man auch in der Gestaltung des Buches: Das Layout ist sowohl außen als auch innen in den klassischen ESC-Farben Pink, Violett und Blau gehalten und beinhaltet unzählige Grafiken und Bilder, was es wiederum stellenweise etwas unruhig wirken lässt. Nach etwas Bedenkzeit fällt aber auf, dass genau dieses gelegentliche Bildgewusel das bunte Treiben des Wettbewerbs eigentlich erstaunlich gut widerspiegelt. 

Neben den Rezepten bietet das Buch zahlreiche Hintergrundinformationen und Fun-Facts, von den ersten Schritten des Wettbewerbs 1956 bis hin zu skurrilen Momenten und den prägendsten Looks der ESC-Geschichte. Es ist ein gelungenes Nachschlagewerk für alle ESC-Fans und die, die sich zumindest kulinarisch auf das bevorstehende Finale in der Wiener Stadthalle einstimmen möchten. Besonders charmant: über einen eingebetteten QR-Code ganz zu Beginn des Buchs gelangt man direkt zur passenden ESC-Playlist, die man beim Nachkochen just mitgrölen kann. Douze Points aus der Gault&Millau Redaktion. 

„Eurovision Song Contest. Das Kochbuch“

Brandstätter Verlag
ISBN: 978-3-7106-0960-2
184 Seiten, hardcover
28 Euro via brandstaetterverlag.com 


von Angelina Rebel 

© Brandstätter Verlag

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