24.02.2026
Fotos: Modernes Interior Design im Aparthotel Wilde in der Alten Post – mit Wiener und Kronländer-Küche.

Zu Jahresbeginn eröffnete das “Wilde Vienna Fleischmarkt” mit stattlichen 136 Apartments und zahlreichen öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten und schönem Innenhof. Im Herzen des Ensembles soll ab dem 5. März das Brasserie-Restaurant Rascal stehen. Im historischen Gebäude der Alten Post wollen die Gastgeber traditionelle österreichische Küche mit einer modernen Handschrift versehen. Die eindrucksvolle Architektur mit hohen Decken und Gründerzeit-Anmutung bleibt bewusst erhalten und wird durch zeitgenössisches Design ergänzt.
Die Küche versteht sich als moderne Hommage an die österreichische und zentraleuropäische Tradition. Bekannte Gerichte werden laut Aussendung nicht neu erfunden, sondern weitergedacht. Kalbsschnitzel, Tafelspitzsalat oder klassische Brasserie-Kompositionen treffen auf Einflüsse aus Osteuropa – stets getragen von saisonalen Produkten und handwerklicher Sorgfalt.
Chefkoch Tamas Kiss bringt internationale Erfahrung aus Rumänien, Deutschland und Tirol mit und war fünf Jahre im Seven North in Wien tätig, zuletzt als Küchenchef. Der gebürtige Rumäne mit ungarischen Wurzeln setzt auf Produktqualität und konsequente Saisonalität. Ausgewählte Klassiker wie Caesar Salad oder Beef Tatar werden am Tisch angerichtet und inszeniert. Am Wochenende rücken Sharing Plates in den Mittelpunkt: Austern, Tomahawk-Steaks und saisonale Spezialitäten laden zum gemeinsamen Genuss ein. Zum Dessert wird ein „Say When“-Valrhona-Schokoladenmousse mit Meersalz und Olivenöl am Tisch vollendet. Ab April soll ein Sonntagsbrunch das kulinarische Angebot ergänzen.




Rascal arbeitet mit einer ausgewählten Gruppe an Produzenten und Manufakturen zusammen, darunter Öfferl, NÖM, die Fleischerei Leopold Eder und Valrhona. Herkunft und Qualität stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die persönliche Zusammenarbeit. So entstand etwa die Rascal-Wurst in enger Kooperation mit der Fleischerei Eder nach einem Rezept von Tamas Kiss.
Die Weinkarte legt den Fokus auf ausgewählte österreichische Produzenten, ergänzt durch internationale Positionen mit Charakter. Signature Cocktails wie der Rascal Negroni oder ein elegant interpretierter Spritz laden zu einem Besuch der Bar ebenso wie sorgfältig kuratierte alkoholfreie Alternativen.
Das Interieur wurde von Stephanie Barba Mendoza kuratiert, die über ein Jahrzehnt lang Projekte bei Martin Brudnizki Design Studio leitete. Historische Elemente treffen auf zeitgenössische Materialien und eine zurückhaltende Farbwelt. Inspiration findet sich im künstlerischen Aufbruch Wiens um 1900 – von der Wiener Secession bis zur Wiener Werkstätte. Geometrische Formen, feine Messingdetails, dunkle Hölzer und edle Stoffe zitieren diese Epoche, ohne nostalgisch zu wirken.
Über dem Gastraum schwebt eine Lichtinstallation des Künstlers SHA., die sich im Rhythmus der Jahreszeiten verändert und dem Raum eine lebendige Dimension verleiht. Insider:innen munkeln, dass noch eine exponierte Dachterrasse folgen soll.
www.wilde.com/de/wien/fleischmarkt
von Bernhard Degen
Anm.: Der Artikel beruht auf den Angaben der Betreiber, das Restaurant wurde noch nicht unabhängig getestet.












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