05.11.2026
Auf fast 2.000 Metern kocht Verena Stattmann groß auf: mit Mut, Handwerk und einem Gespür für das Wesentliche.

Begonnen hat alles in der Küche der Großmutter. Dort, in Kärnten, hat Verena Stattmann als Kind das Kochen für sich entdeckt, und die Oma war es auch, die ihr riet, einen Beruf daraus zu machen. Danke, "Oma Stattmann", wir wissen das sehr zu schätzen. Es war ein guter Rat, wie sich zeigen sollte. Die Enkelin zählt heute zu den spannendsten Stimmen der heimischen Küche.
Ihr Weg führte durch einige der besten Küchen des Landes. Sie lernte im Interalpen Tyrol, im Bärenwirt bei Manuel Ressi und im Löwenzahn bei Jakob Lilg, ehe sie 2019 ins kreative Team des Gourmet- und Weinhotels Austria in Obergurgl kam und schnell unverzichtbar war. 2023 übernahm sie dort die Austria Stuben als Küchenchefin, und seither geht es steil bergauf.
Ihre Küche folgt einem klaren Grundsatz: Weniger ist mehr. Stattmann setzt auf Handwerk statt auf teure Zutaten und holt aus jedem Produkt das Beste heraus. Dem Gemüse gibt sie eine Bühne und überrascht mit Kombinationen, die auf den ersten Blick gewagt wirken und auf der Zunge dann vollkommen stimmig sind. Entwickelt wird gemeinsam mit Souschef Chris Steils, inspiriert von Reisen, Menschen und Natur.
Vier Hauben im Gault&Millau (erneut) sprechen eine deutliche Sprache. Als Köchin des Jahres würdigen wir ein Ausnahmetalent, das auf fast zweitausend Metern zeigt, wie groß eine Küche sein kann, die sich auf das Wesentliche besinnt.
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