05.11.2026
Mit puristischer Küche und großen Saucen prägt Benjamin Parth Tirols Kulinarik auf höchstem Niveau.

Manche Talente reifen langsam und entwickeln sich behutsam. Das ist nicht Benjamin Parths Ding. Vollgas. Von der ersten Sekunde an. Die erste Haube holte er fürs Stüva mit neunzehn. Mit Anfang dreißig wurde er der jüngste Fünf-Hauben-Koch, den Österreich je gesehen hat. Er war "Koch des Jahres", und im aktuellen Gault&Millau steht sein Gourmetrestaurant im Boutiquehotel Yscla unverändert mit 19 Punkten an der Spitze Tirols.
Sein Weg führte ihn früh hinaus in die Welt. Er begann bei Heinz Winkler in Aschau, lernte bei Marc Haeberlin in der Auberge de l’Ill und bei Santi Santamaria im Can Fabes, ehe er 2008 heimkehrte und die Küche des elterlichen Hauses übernahm. Seither verfeinert er, was ihn ausmacht. Ein kompromissloser Purismus, der selten mehr als drei Komponenten auf den Teller bringt, dafür jede davon zum Leuchten. Seine "Cuisine d’Amour", wie er seine Küche selbst gerne nennt, ist von Präzision und Klarheit geprägt, getragen von großen Saucen. „Für Benjamin Parth sind Saucen kein Beiwerk“, stellten wir erst heuer wieder fest. Längst ist er ein Klassiker geworden: der Saibling mit Enzianschaum. Eine Liebeserklärung an die Berge.
Dazu ein Weinkeller von respektabler Tiefe. Mit der Auszeichnung zum Culinary Ambassador würdigen wir einen, der Tirols Küche seit Jahren in der absoluten Weltspitze vertritt. Einen Botschafter, der niemals stehen bleibt, weil er, so sein Credo, jeden Tag besser werden will.
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