12.05.2026

Ein scharfes Unikat für Vitus Winkler

Messermacher Richard Kappeller ehrt den Koch des Jahres 2026 mit einem handgefertigten Messer aus Torsionsdamast und Taguanüssen.

Das exklusive Geschenk an Vitus Winkler
Das exklusive Geschenk an Vitus Winkler © Der Messermacher

Wer Richard Kappeller kennt, weiß: Bei seinen Messern ist nichts dem Zufall geschuldet. Der Messermacher beginnt jede Gestaltung mit einer ausgiebigen Analyse am Zeichentisch. Er setzt sich intensiv mit der Persönlichkeit des zukünftigen Besitzers bzw. der zukünftigen Besitzerin auseinander und hält diese in einer Handskizze fest. Für das Messer von Vitus Winkler, der Anfang Mai in festlichem Rahmen als „Koch des Jahres 2026“ gefeiert wurde, war die Inspiration schnell gefunden. Die beiden verbindet ein Aufenthalt im japanischen Osaka, wo sie im vergangenen Jahr beide unabhängig voneinander die österreichische Kulinarik vertreten durften. Diese Verbindung schlägt sich nun in einem außergewöhnlichen Werkzeug nieder, das auf Winklers Sonnhof in St. Veit im Pongau übergeben wurde. 

Torsionsdamast und alpine Materialien 

Das Herzstück bildet eine 210 mm lange Klinge aus handgeschmiedetem Torsionsdamast. In dem Verfahren werden harter und flexibler Stahl miteinander verschmiedet, verdreht und anschließend schwarz geätzt. Diese spezielle Behandlung verleiht dem Metall nicht nur seine markante, dunkle Optik, sondern bietet auch einen praktischen Schutz vor schneller Patina. Damit Winkler seine Kräuter besonders fein schneiden kann, wurde die Klinge über vier verschiedene Steine gewetzt und mit Diamantpasten auf Rasiermesserniveau poliert. 

Der Griff ist in der gewichtsparenden Spitz-Erl-Bauweise gefertigt und besteht aus einem Mosaik aus rund einem Kilogramm Taguanüssen. Das „pflanzliche Elfenbein“ wurde in dünne Scheiben geschnitten und mit grünem Harz laminiert, um die Optik der Kräuter aufzugreifen. Dank dieser Machart ist das Messer auch mit seiner stattlichen Gesamtlänge von 335 mm leicht und ausbalanciert. 

Handarbeit bis zur Gravur 

Besonderes Augenmerk lag auf der finalen Veredelung. Den Abschluss des Griffs bildet eine Kupferplatte, die Kappeller unter dem Mikroskop von Hand graviert hat. Im Gegensatz zu einer maschinellen Gravur lassen sich per Hand wesentlich feinere Schriften und elegantere Schwünge ausführen. Das Messer ist damit ein funktionales Kunstwerk, das für den täglichen Einsatz in Winklers Küche entwickelt wurde. 

Galerie

v.l.n.r. Eva-Maria Winkler, Vitus Winkler, Richard Kappeller
v.l.n.r. Eva-Maria Winkler, Vitus Winkler, Richard Kappeller © Der Messermacher
© Der Messermacher
© Der Messermacher
© Der Messermacher

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