13.01.2026

Neu in Bregenz: Dem Weiss folgt das Ibon

Familie Gehrer setzt mit ihrem zweiten Betrieb auf Überraschungsmenüs und Eigenkreationen mit südostasiatischen Aromen.

Küchenchefin Rose Molina Gehrer
Küchenchefin Rose Molina Gehrer © Angela Lamprecht

Bis Ende 2024 wurde die Lokalität in der Bregenzer Anton-Schneider-Straße 5 von Milena Broger und Erik Pedersen geführt. In ihrem Weiss erkochten sie sich zuletzt drei Hauben. Nachdem das Paar beschlossen hatte, neue Wege zu gehen, stand das Restaurant in der Innenstadt einige Monate leer. „Wir dachten uns, dass es viel zu schade wäre, so eine tolle Location nicht zu bespielen“, erzählt Reinhard Gehrer gegenüber Gault&Millau. Er betreibt gemeinsam mit seiner Frau Rose Molina seit fünf Jahren den nur wenige Gehminuten entfernten Küchentanz. Ursprünglich habe man allerdings nie vorgehabt, ein zweites Restaurant zu eröffnen. „Nach Gesprächen mit den Verpächtern und einigem Hin und Her haben wir uns dann aber doch entschieden, etwas Neues daraus zu machen.“

Tantanmen Tagliatelle und Sauerteigbrot

So entstand das Ibon. Der Name kommt aus dem Philippinischen, steht für „Vogel“ und soll eine „Hommage an die kulinarische Freiheit“ sein. Rose Molina Gehrer, gebürtig aus den Philippinen, ist Küchenchefin beider Betriebe und konzipiert die Menüs. Wie bereits im Küchentanz spielen auch im Ibon südostasiatische Aromen eine prägende Rolle, ohne dass sich die Küche klar festlegen möchte. „Unsere Gerichte verfolgen einen Crossover-Ansatz mit Geschmäckern unterschiedlicher Länder“, ergänzt Gehrer.

Neben À-la-Carte-Gerichten wie Hinomaru Rice Pot (28 Euro), Tantanmen Tagliatelle mit Duroc-Schwein aus dem Nebenort (29) und einem philippinischen Eintopf mit Rindsbackerln (34) gibt es auch ein sechsgängiges Überraschungsmenü. Bei Letzterem wird um Vorbestellung gebeten. Die Speisen wechseln mit den Jahreszeiten und bestehen aus Zutaten der Region. Besonders stolz ist man auf das Sauerteigbrot, das täglich selbst im Haus gebacken wird.

Galerie

© Angela Lamprecht

© Angela Lamprecht

© Angela Lamprecht

Knallrot und königsblau

Der wohl größte Unterschied zum Küchentanz liegt nach Gehrer darin, „wie es sich anfühlt“. Während das Stammhaus in einem urigen Wirtshaus situiert ist, verfolgt das Ibon optisch eine zeitgemäße Linie: Knallrote Bistrotische mit dazu passenden Lampen treffen auf königsblaue Bänke und Stühle. Insgesamt eine moderne, etwas anspruchsvollere Ergänzung zum Tun der Familie Gehrer. Und eine spannende Neueröffnung für die Bregenzer Innenstadt.

ibon.at

von Derya Metzler

Auf dem Laufenden bleiben

Melden Sie sich kostenlos für unseren wöchentlichen Newsletter an.