19.04.2022

Ostereier reloaded - Tipps für Resteverwertung

Was die Codes auf den Eiern bedeuten, wie man die Frische prüfen kann und wie ich die Eier nach Ostern am besten verwerten kann.

Foto beigestellt

Zu Ostern begeben sich die kleinen wohlschmeckenden Ovale in bunte Hüllen und werden in gekochter Form so häufig verzehrt, wie zu keiner anderen Zeit im Jahr. Während des Osterfestes ist es üblich, gekochte Eier zu servieren und zu verschenken. Warum sich das gefärbte Ei zu einem Symbol für das Osterfest und den Frühling etabliert hat, liegt der Theorie zugrunde, dass das Ei in vielen Kulturen als Symbol für Fruchtbarkeit und neues Leben steht. Im Mittelalter färbte man die Eier rot, wesentlich später dann auch in anderen Farben. Gekocht wurden diese, um sie haltbar zu machen. 

Hardfacts über das Ei

  • 40 % der gesamten Eiermenge in Österreich gehen in die Gastronomie, 5 % werden als Oster- oder Jauseneier vertrieben
  • Eier haben einen nicht allzu guten Ruf, enthalten jedoch bedeutende Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente (z.B. Vitamin D, B12, K, Eisen, Calcium, Selen) - abhängig von Haltung und Fütterung der Hühner
  • Abgesehen vom Eiweiß- ist auch der Fettgehalt im Ei recht hoch (der Dotter besteht zu ca. 1/3 aus Fett)
  • Das Eiweiß kann vom menschlichen Körper schnell in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden
  • Eier sind sehr vielseitig einsetzbar und als eines der am häufigsten verwendeten Lebensmittel aus den meisten Back- oder Teigwaren nicht wegzudenken
  • Codes auf dem Ei (gefärbte Eier müssen nicht codiert sein): Die erste Ziffer bezeichnet die Art der Haltung (0 = Bio, 1 = Freiland, 2 = Bodenhaltung), die Buchstaben sind Länderkürzel (AT für Österreich), die Stallnummer steht für den Betrieb
  • Gekochte Eier halten etwa zwei Wochen, bunt gefärbte jedoch aufgrund des Speziallackes wesentlich länger
  • Frischetest: Ei in ein Glas mit Wasser legen. Ist es frisch, liegt es am Boden, steht es aufrecht im Glas, ist es etwa zwei Wochen alt, schwimmt es oben, ist das Ei verdorben (Luftgehalt im Ei ist zu hoch)

Eier-Verwertung nach Ostern

Was soll man also nach Ostern mit den bunten Eiern tun, nachdem man schon so viele verzehrt hat, dass man sie nicht mehr sehen und schmecken kann? Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten für deren Weiterverwendung, denn entsorgen sollte man sie in keinem Fall. Mit etwas Kreativität können Klassiker wie die Folgenden ganz einfach abgewandelt werden. 

Salat

Das ist wohl der Klassiker unter den Eierverwertungen. Praktisch ist, dass ein Eiersalat durch beliebige Lebensmittel erweitert werden kann, die man gerade übrig hat, wie etwa Erbsen oder Äpfel, aber auch Joghurt. Außerdem bietet sich eine Kombination mit anderen Salaten an, damit der Eiergeschmack im Mund nicht allzu sehr dominiert. Eine köstliche Variante ist der Erdäpfel-Spinat-Salat mit Eiern

Kein Salat im engeren Sinn, aber auch leicht und schnell zubereitet ist ein Carpaccio aus gekochten Eiern. Dafür einfach in Scheiben geschnittene Eier mit Gemüse nach Wahl und einer Vinaigrette anrichten. Herrlich für Zwischendurch mit einer Scheibe Brot oder Baguette.

Gefüllte Eier

Diese weit verbreitete Version der gekochten Eier ist ebenso simpel, wie wandelbar. Am besten ist, man schaut in den Kühlschrank, und entscheidet dann, womit die Eier gefüllt werden sollen. Die Eier werden dann halbiert, das Eigelb durch ein Sieb gestrichen. Die Eigelb-Masse kann nach Belieben mit Zutaten wie Senf, Frischkäse, Crème fraîche oder Basilikum gemischt bzw. gewürzt werden.

Aufstriche

Nach gekochten Eiern pur möchze man sich zugegebenermaßen vermutlich nicht ständig von Eiersalat, gefüllten Eiern und Eiaufstrich ernähren. Aber auch bei Aufstrichen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Eier einzuarbeiten. Empfehlenswert ist zum Beispiel die Kombination mit Avocado oder mit Schinken.

Wem das alles noch nicht genug ist, der kann sich zur Abwechslung an einem Eiergratin mit Parmesan versuchen oder das Ei als Einlage in einer Suppe platzieren.

Mit übrig gebliebenen Ostereiern kann man auch wunderbar Cookies herstellen. Klingt komisch, aber das gekochte Ei ganz fein geschnitten oder ein gekochtes Eigelb durch ein Sieb gestrichen macht den Teig schön locker und flaumiger als ein rohes Ei. 

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