Schlossherrnstube

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Standort

Dorfstraße 6561 Ischgl Tirol

Testbericht

Gault&Millau Punkte

17 / 20

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Das Schlosshotel Ischgl liegt in ebensolchem Design im Epizentrum des Ski- und Party-Mekkas Ischgl. Schon der Vorplatz des 5-Sterne-Superior-Hotels ist durch die beliebte Champagnerhütte mit einem Anziehungslokal ersten Ranges besetzt. Im Schlosshotel befindet sich auch noch ein Champagnerclub, ein bürgerliches Restaurant mit großer Hotelbar-Halle/Lounge und die rustikal im Tiroler Stil eingerichtete Schlossherrnstube, die das Herz des kulinarischen High-End-Angebots im Haus abbildet. Mit Chef Patrick Raaß zeichnet ein gebürtiger Tiroler für die Gourmetküche verantwortlich. Das Menü kann man auf Wunsch auch individuell aus zwei verschiedenen Menüfolgen zusammenstellen. Zum Brotgedeck gab es gesalzene Butter beziehungsweise Ziegenbutter – selten und großartig zugleich. Das Amuse-Bouche-Potpourri bestand an diesem Tag unter anderem aus einer japanischen Waffel mit Wasabi-Mayonnaise, Teriyaki-Gel und genügend Osietra-Kaviar sowie etlichen anderen Köstlichkeiten. Der „Falscher Trüffel“-Gang (eine aus Selleriecreme „nachgebaute“ Trüffelknolle) mit einer Sellerievariation und Pilzen wurde mit Augenzwinkern – als kulinarischer Gag – serviert. Klassisch wurde die Gänseleber eingestellt, gebraten und als Terrine, mit Rhabarber (in Stückchen und als kalter Sud – erstklassig!) und einer superben Briochescheibe. Erfrischend zwischendurch war das Trio aus grünem Shiso, Yuzu und Limette. Beim Steinbutt hatte man leider den richtigen Garpunkt verpasst. Dafür waren die Beilagen – unter anderem ein Romanaherzsalat mit Kürbis- und Miso-Creme vortrefflich. Statt der Rohmilchkäseauswahl (gegen Aufpreis) fiel die Finalauswahl auf Tonkabohneneis, gepaart mit einer Schokoladenvielfalt, Blutorangenaromen. Kardamom-Baiser und Schokoladensoufflé à part. Die Petits Fours zum Schluss, inklusive Zitronentarte mit Verbene (Eisenkraut), Brandteiggebäck, Himbeeressigpraline und geräuchertem (!) Schokoladenbrownie, sollte man keinesfalls auslassen. Der Service war in Bestform. Auch die Weinauswahl kann sich sehen lassen – die Champagnerkarte (Kategorie „Champions League“!) sowieso.

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