19.10.2026
Bernhart hat sich mit seinem Restaurant Mamesa im Südtiroler Burgeis still und leise in die kulinarische Spitzenklasse gekocht.

Manchmal versteckt sich Weltklasse im hintersten Winkel. Wer sie im konkreten Fall und in Sachen Kulinarik sucht, muss nach Burgeis fahren. In den Vinschgau, um genau zu sein, kurz vor die Schweizer Grenze. Dort, im Hotel Weisses Kreuz, bespielt Marc Bernhart mit gerade einmal sechs (großen runden) Tischen das Mamesa. Und hat sich von hier still und leise in die Champions League gekocht. Schon der Name ist Programm. „Ma“ für Marc, „Mesa“ ist rätoromanisch und steht für Tisch. Bernhart, aufgewachsen nahe Stuttgart, lernte sein Handwerk in der Schweizer Spitzengastronomie, unter anderem in der Brigade von Stefan Heilemann in Zürich. 2017 kam er ins Weisse Kreuz. Seit der Eröffnung des Restaurants im Jahr 2022 zählt er fix zur Südtiroler Kochelite. Sein Motto heißt „GLOCAL“. Lokale Spitzenprodukte, weltoffen gedacht. Alpines Terroir und kosmopolitische Technik.
Fantasievoll, handwerklich makellos, nie ohne Bodenhaftung. Sein Kalbstatar in knuspriger Panade, ein augenzwinkerndes „Schnitzel der anderen Art“, ist längst legendär. Bei der rohen Gamba blanca mit Apfel und Wasabi zeigt er seinen Sinn für Präzision. Gemeinsam mit Patissier Kay Baumgardt bildet er ein kongeniales Duo, das im Gault&Millau Südtirol zuletzt den Sprung auf 18 Punkte und vier Hauben schaffte. Mit der Auszeichnung würdigen wir einen, der beweist, dass große Küche keine große Bühne braucht.












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